Japanisches Grillen

Negima Yakitori – Hähnchen mit Frühlingszwiebeln

Negima ist das Ur-Yakitori – der Klassiker schlechthin, den jeder Yakitori-Meister beherrschen muss, bevor er komplexere Variationen probiert. Saftige Hähnchenschenkelstücke wechseln sich auf dem Spieß mit dem Weißen der Frühlingszwiebeln ab, werden über glühender Holzkohle gegrillt und entweder mit süßer Tare-Sauce glaciert oder schlicht mit Meersalz bestreut. Simpel, ehrlich und unschlagbar gut.

Zubereitung

  1. 1

    Bambusspieße mindestens 30 Minuten in Wasser einweichen.

  2. 2

    Die Tare-Sauce zubereiten: Sojasoße, Mirin, Sake und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eingedickt ist. Abkühlen lassen.

  3. 3

    Die Hähnchenwürfel abwechselnd mit den Frühlingszwiebelstücken auf die Spieße fädeln – ca. 4 Hähnchenstücke und 3 Frühlingszwiebelstücke pro Spieß. Das Hähnchen soll die Zwiebeln einschließen.

  4. 4

    Den Grill auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen. Die Spieße leicht mit Öl bestreichen.

  5. 5

    Die Spieße auf den Grill legen und ca. 2–3 Minuten grillen, bis das Hähnchen anfängt zu bräunen. Wenden.

  6. 6

    Für die Tare-Variante: Die Spieße mit Tare-Sauce bepinseln, 1 Minute weitergrillen, nochmals wenden, glasieren und weitere 1–2 Minuten grillen, bis das Hähnchen durchgegart und die Sauce karamellisiert ist.

  7. 7

    Für die Shio-Variante (Salz): Die Spieße ohne Glasur grillen und erst kurz vor dem Servieren großzügig mit feinem Meersalz bestreuen.

  8. 8

    Sofort vom Grill auf vorgewärmten Tellern servieren.

💡 Tipps vom Grillmeister

  • Der Unterschied zwischen Tare (Sauce) und Shio (Salz) ist eine Philosophiefrage im Yakitori – Shio lässt den reinen Hähnchengeschmack sprechen, Tare bringt süße Tiefe. Beides anbieten!
  • Das Hähnchenschenkelstück soll nicht zu klein sein – 3cm Würfel behalten ihre Saftigkeit, kleinere Stücke trocknen schnell aus.
  • Die Frühlingszwiebelstücke leicht zusammendrücken wenn man sie aufspießt – so fallen sie nicht auseinander und garen gleichmäßig.
  • Ein echter Yakitori-Grill ist schmal und lang, damit die Spießenden über den Rand ragen und man ohne Verbrennungsgefahr wenden kann. Ein einfacher Kamado oder Kugelgrill funktioniert aber genauso.
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