Sumiyaki bedeutet wörtlich "Holzkohle-gegart" – und in Japan ist diese Technik eine Kunstform. Ein hochwertiges Rindersteak (idealerweise Kuroge Wagyu oder zumindest USDA Prime) wird über glühenden Binchō-tan-Holzkohlen bei extremer Hitze kurz angegrillt und dann bei niedrigerer Temperatur zu einem perfekten medium-rare fertiggegrillt. Dazu gibt es Ponzu, Daikon und Wasabi – kein Steak der Welt kann diesen Purismus schlagen.
Zubereitung
- 1
Die Steaks 1 Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Kurz vor dem Grillen von allen Seiten gleichmäßig salzen und pfeffern.
- 2
Ponzu zubereiten: Sojasauce, Yuzu-/Zitronensaft und Mirin vermengen. Den geriebenen Daikon-Rettich ausdrücken und in einer kleinen Schüssel dazustellen.
- 3
Den Grill mit Binchō-tan oder hochwertiger Holzkohle auf maximale Hitze bringen. Der Rost sollte so heiß sein, dass er weißliche Aschespuren hinterlässt.
- 4
Das Steak auf den extrem heißen Grill legen und 2 Minuten auf einer Seite braten – nicht bewegen.
- 5
Wenden und weitere 2 Minuten auf der anderen Seite grillen. Die Kruste soll tief goldbraun sein.
- 6
Auf die indirekte Zone oder bei reduzierter Hitze weitergaren bis zur gewünschten Kerntemperatur: 52°C für rare, 57°C für medium-rare.
- 7
Das Steak 5 Minuten ruhen lassen. Gegen die Faser in dünne Scheiben schneiden.
- 8
Auf einem Holzbrett anrichten. Mit Fleur de Sel bestreuen. Ponzu, Daikon, Wasabi und Frühlingszwiebeln separat servieren.
💡 Tipps vom Grillmeister
- •Im japanischen Sumiyaki-Stil wird das Steak NIE mit Saucen mariniert – das Fleisch spricht für sich.
- •Binchō-tan-Holzkohle aus Japan brennt heißer und länger als normale Kohle und gibt keinen Rauchgeschmack.
- •Hochqualitatives Fleisch ist bei diesem Rezept nicht verhandelbar – der Purismus verlangt Premium-Qualität.
- •Der Daikon-Rettich hilft beim Verdauen von fettem Fleisch – in Japan eine traditionelle Kombination.