Yakiniku, das japanische Tischgrillen, verwandelt jede Mahlzeit in ein gesellschaftliches Ereignis der Extraklasse. Hauchdünn aufgeschnittenes Wagyu der Güteklasse A4 oder A5 wird auf einem Tischgrill gegrillt und anschließend in würziger Ponzu-Sauce oder sesam-aromatischer Tare getunkt. Das Ergebnis ist ein unvergleichliches Umami-Erlebnis, das alle Sinne anspricht.
Zubereitung
- 1
Die Sesam-Tare vorbereiten: Sojasoße, Mirin, Sake und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis der Zucker sich auflöst. Vom Herd nehmen, Sesamöl einrühren und abkühlen lassen.
- 2
Das Wagyu-Fleisch mindestens 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Raumtemperatur erreicht.
- 3
Den Tischgrill (Yakiniku-Grill) vorheizen – bei Gas auf hohe Hitze, bei Holzkohle bis die Kohlen gleichmäßig glühen.
- 4
Die Knoblauchscheiben kurz auf dem Grill goldbraun rösten und beiseitelegen – sie dienen als Geschmacksgeber für das Fleisch.
- 5
Die dünn aufgeschnittenen Wagyu-Scheiben einzeln auf den heißen Grill legen. Pro Seite nur 15–30 Sekunden grillen – das Fleisch soll gerade eben gar werden und das Fett beginnen zu schmelzen.
- 6
Direkt vom Grill nehmen und sofort in Ponzu oder Sesam-Tare tauchen. Mit geröstetem Sesam bestreuen.
- 7
Nach Belieben in Blattsalat einwickeln und mit Kimchi servieren.
- 8
Die verschiedenen Fleischschnitte abwechselnd grillen und zwischen den Gängen kleine Pausen einlegen, um den Grill nicht zu überhitzen.
💡 Tipps vom Grillmeister
- •Echter Wagyu schmilzt buchstäblich auf der Zunge – übergar wird er fettig und verliert seinen Charakter. Kurz anbraten ist hier das Geheimnis.
- •Für optimale Ergebnisse das Fleisch beim Metzger oder japanischen Feinkostladen in Sashimi-Stärke (2mm) aufschneiden lassen.
- •Die Tischgrill-Temperatur regelmäßig prüfen: zu kühle Grills erzeugen Dampf statt Röstaromen.
- •Ponzu selbst herstellen: 60ml Sojasoße, 60ml frischer Yuzu- oder Zitronensaft, 2 EL Mirin, 1 Stück Kombu – 24 Stunden ziehen lassen.