Modul 4 von 6
Struktur bauen: Epics sind Geschäftsbereiche, Tickets sind aktive Arbeit
Jetzt wird angelegt — aber diszipliniert. Epics für deine Bereiche, Tickets nur für das, woran du wirklich gerade arbeitest. So bleibt das Board ehrlich.
8 MinSchritt 3 — Die Struktur
Nach der Discovery weißt du, was da ist. Jetzt lässt du die KI die Struktur anlegen — nach zwei einfachen Regeln.
Epics = deine Geschäftsbereiche
Ein Epic ist kein Mega-Task, sondern eine Schublade für einen Bereich deines Geschäfts. Bei einem typischen Gründerprojekt z. B.:
- Produkt / Angebot
- Marketing & Sichtbarkeit
- Technik & Infrastruktur
- Recht & Finanzen
Drei bis acht Epics reichen. Mehr ist meist eine Tarnung für „ich weiß noch nicht, was mein Geschäft eigentlich ist" — und das klärst du besser im Strategie-Modul, nicht im Board.
Tickets = nur, woran du gerade arbeitest
Hier liegt die Versuchung, an der die meisten scheitern: alles, was dir einfällt, als Ticket anzulegen. Tu das nicht.
Ein Ticket ist eine aktive Verpflichtung, kein Gedanke.
- Was du diese Woche angehst → Ticket.
- Was „irgendwann mal" wäre → gehört nicht ins Board, sondern in deine zentrale Ideen-/Wahrheitsquelle.
Ein Board mit 8 echten Tickets, die alle in Bewegung sind, steuert dich. Ein Board mit 120 Tickets, von denen 110 niemand anfasst, lügt dich an — es sieht nach Fortschritt aus und ist Friedhof.
So beauftragst du die KI
Gib ihr die Bereiche und die konkret anstehende Arbeit — und sag ausdrücklich: nur aktive Aufgaben als Tickets, der Rest bleibt in der Wahrheitsquelle. Lass jedes Ticket auf seinen Bereich (Epic) zeigen, damit der Überblick erhalten bleibt.
Ergebnis dieses Moduls: ein Board, das auf einen Blick zeigt, was dein Geschäft ist (Epics) und was du gerade tust (Tickets) — nicht mehr.
